Vertrauen
Ich habe es mir eingestanden: Ich habe Angst. Ich habe Angst davor, vor anderen Menschen entblößt zu werden. Mein muskulöses Äußeres soll über diese Angst hinwegtäuschen; ich wirke vermutlich wie ein starker und selbstbewusster Mann, lächle immer freundlich. Wenn sie doch nur Bescheid wüssten.
Ich denke nach: Wovor genau fürchte ich mich?
Hmm. Natürlich. Ich fürchte die Bestätigung der Wahrheit meines Glaubenssatzes – meiner Wahrheit. Ich fürchte mich davor, dass andere Menschen das herausfinden, was ich seit meiner frühen Kindheit über mich selbst zu wissen glaube. Ich fürchte, als wertlos erkannt zu werden.
Was steckt noch hinter meiner Angst?
Hmm. Im Grunde nichts. Je mehr ich darüber nachdenke, desto mehr erkenne ich, was für ein Hirngespinst sie doch ist. Als ob die Gedanken anderer einen großen Unterschied in meiner persönlichen Lebensqualität machen würden. Es ist nur ein Glaubenssatz – ein Geist.
Am Ende läuft alles wieder auf Mut hinaus. Ich muss zu mir stehen, alle meine Ecken und Kanten anerkennen und sie mit der Zeit möglichst rund schleifen – ohne hochmütig zu werden. Und ich muss vertrauen: in meine Fähigkeiten, jede zukünftige Situation entsprechend zu meistern – trotz Angst!
Mut ist somit Vertrauen.
Ich vertraue mir selbst, ich vertraue anderen Menschen – meiner Gemeinschaft – und ich vertraue dem Leben.
![]()