Geheimnis
Wut. Oder vielleicht doch eine andere negative Emotion? Diese fühle ich, als ich vor meinem geplanten morgendlichen Lauf am Band mein Smartphone einschalte und die aktuellen Statusmitteilungen meiner Kontakte ansehe. Was will sie mir sagen?
Ich denke nach: Wie bin ich vor 15 Jahren gewesen? Was habe ich getan? Wie habe ich mich verhalten? Und vor allem: Wie haben andere Menschen mich womöglich wahrgenommen?
Hmm. Ich glaube, ich sehe ihn jetzt.
Je mehr ich darüber nachdenke, desto klarer wird mir, dass es eigentlich egal ist – zumindest mir egal sein sollte. Denn alle Ereignisse im Leben sowie auch das Verhalten anderer Menschen tragen, so erinnere ich mich, nur jene Bedeutungen in und mit sich, die ich ihnen aufgrund meiner subjektiven Geisteshaltung – meiner tiefsten eingebrannten Glaubenssätze – gebe. Objektiv ist es jedoch bedeutungslos – alles.
Ja, ich bin nun sicher, ihn zu sehen: Egoismus. Ich bin manchmal zu egoistisch und nehme meine eigenen Probleme als zu wichtig an, während ich jene meiner Mitmenschen ausblende. Und ich erkenne nun, was das Mittel dagegen – das Geheimnis zur Überwindung des Egoismus –, ist: Empathie, also die Grundlage für Gemeinschaftsgefühl.
Ja, ich glaube, ich habe es nun verstanden.
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