Sinn
Und ich brauche sie doch; kurz vor Ende meiner langen Arbeitsschicht erkenne ich es.
So sehr mich eine kreierte und ständig meine Zeit in Anspruch nehmende Zukunft auch anspornt, ist eine solche – so stelle ich während des aufregenden, aber letztlich nicht erfüllenden Planens fest – nicht der alleinige Schlüssel gegen die gefühlte Sinnlosigkeit des Seins, gegen den Nihilismus. Schlussendlich kann nur sie helfen.
Wenn ich hingegen an die kommende Zeit zu denken beginne, wird alles ruhig. Die Stimmen höre ich dann nicht mehr; ich bin einfach glücklich. Die Vorstellung des gemeinsamen Essens, der guten Gespräche, lässt alle Schwere verschwinden.
Der ultimative Lebenssinn: Er heißt Liebe – die romantische Liebe zwischen zwei Individuen.
Ich beginne es langsam zu verstehen.
![]()